Erklärung anstelle einer Bescheinigung (Selbsterklärung)

Die Selbsterklärung ersetzt amtliche Bescheinigungen und erlaubt Bürger*innen, bestimmte persönliche Angaben selbst schriftlich zu bestätigen.

Sie kann für Daten verwendet werden, die in öffentlichen Registern enthalten sind (z. B. Wohnsitz, Familienstand). Die Erklärung ist rechtsgültig, wenn sie eigenhändig unterschrieben und mit einem gültigen Ausweis eingereicht wird. Sie vereinfacht Verwaltungsprozesse und spart Zeit.

Veröffentlichungsdatum:

01.01.2010

Lesedauer

2 Minuten

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Beschreibung

Im Umgang mit öffentlichen Verwaltungen und Betreibern von öffentlichen Diensten kann der Bürger anstelle der entsprechenden Bescheinigungen eine Selbsterklärung abgeben. Die Selbsterklärung ersetzt die Bescheinigung in jeder Hinsicht und muss vom Beamten entgegengenommen werden. Eine Nichtannahme stellt eine Verletzung der Amtspflicht dar.

Die Unterschrift auf der Selbsterklärung muss nicht beglaubigt werden und unterliegt somit auch nicht der Stempelsteuer. Die Selbsterklärung kann entweder vor dem zuständigen Beamten unterschrieben werden, die unterschriebene Selbsterklärung kann aber auch von einem Dritten oder mittels Post oder Fax vorgelegt werden. Für Selbsterklärungen muss keine Kopie des Ausweises beigelegt werden.

Grundsätzlich können Selbsterklärungen von allen Staatsbürgern, von EU-Bürgern und von Nicht-EU-Bürgern, die sich legal in Italien aufhalten, verwendet werden. Für Minderjährige und Entmündigte werden die Selbsterklärungen von deren Eltern oder Vormund abgegeben.

Folgende Angaben können in Form einer Selbsterklärung bezeugt werden:

  • Geburtsdatum und Geburtsort
  •  Wohnsitz
  • Staatsbürgerschaft
  • Genuss der politischen Rechte
  • Zivilstand (ledig, verheiratet, verwitwet, geschieden usw.)
  • Zusammensetzung der Familie
  • am Leben zu sein
  • Geburt des Kindes, Tod des Ehegatten, Tod der Eltern usw.
  • alle in den Standesamtsregistern eingetragenen Angaben, die dem Betroffenen bekannt sind (z.B. Vaterschaft, Gütertrennung usw.)
  • Eintragung in Verzeichnisse der öffentlichen Verwaltung (z.B. Handelskammer)
  •  Berufstitel und Zugehörigkeit zu Berufsgruppen
  • Studientitel und abgelegte Prüfungen
  • Spezialisierungs-, Befähigungs-, Bildungs-, Fortbildungs-, und Fachbefähigungsnachweise
  • Einkommens- oder Wirtschaftslage, Erfüllung der steuerlichen Pflichten
  • Steuer- und Mehrwertsteuernummer
  • Arbeitsloser, Rentner, Student zu sein
  • gesetzlicher Vertreter von natürlichen oder juridischen Personen zu sein, Vormundschaft oder Beistand von natürlichen Personen
  • Mitgliedschaft bei Vereinigungen jeglicher Art
  • Stellung hinsichtlich des Wehrdienstes
  • nicht vorbestraft zu sein und nicht Maßnahmen unterworfen zu sein, welche im Strafregister eingetragen sind
  • nicht wissentlich strafrechtlich verfolgt zu sein
  • zu Lasten zu leben
  • nicht einer Zwangsliquidation oder einem Konkursverfahren unterworfen zu sein bzw. keinen Antrag auf gerichtlichen Ausgleich gestellt zu haben.

Nicht in Form einer Selbsterklärung belegt werden können:

  • ärztliche, tierärztliche und sanitäre Bescheinigungen
  • Markenzeichen und Patente
  • Herkunftsbescheinigungen
  • Konformitätsbescheinigungen mit EU-Normen.

Außerdem ist die Verwendung der Selbsterklärungen vor Gericht nicht zulässig. Im Umgang mit privaten Unternehmen und Privatpersonen ist die Selbsterklärung erlaubt, sofern diese der Verwendung zustimmen.

Erklärung anstelle einer Bescheinigung (Selbsterklärung)

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Zuletzt aktualisiert: 04.09.2025, 09:57 Uhr

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