Große Zustimmung zum Gemeindeentwicklungs-programm

Bei der letzten Sitzung des Naturnser Gemeinderates gab es grünes Licht für die zukünftige Entwicklung des Dorfes. Im Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft, kurz GEP, wurden Ziele und Vorgaben für die nächsten zehn Jahre festgelegt.

Veröffentlichungsdatum:

15.10.2025

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2 Minuten

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GEP Gemeindeentwicklungsprogramm

Beschreibung

Bei der letzten Sitzung des Naturnser Gemeinderates gab es grünes Licht für die zukünftige Entwicklung des Dorfes. Im Gemeindeentwicklungsprogramm für Raum und Landschaft, kurz GEP, wurden Ziele und Vorgaben für die nächsten zehn Jahre festgelegt.

Nach intensiver Aufarbeitung, zahlreichen Elementen der Bürgerbeteiligung und der positiven Bewertung der zuständigen Fachämter konnte der Gemeinderat nun den finalen Beschluss zum GEP fassen. „Die Vision für Naturns zeigt eine organisch und kompakt gewachsene, vitale Gemeinde. Fußgänger und Fahrradfahrer bewegen sich sicher im öffentlichen Raum fort und erleben eine hohe Aufenthaltsqualität. Insbesondere das Zentrum von Naturns soll auch zukünftig zum Flanieren einladen und öffentliche Begegnungsräume schaffen“, gibt Bürgermeister Zeno Christanell einen Blick in die Ziele. Weiters wird im GEP zusammenfassend Folgendes vorgegeben: Durch die Ortsteile zirkuliert ein Citybus und die Bahn fährt im Halbstundentakt. Staben, Tschirland und Tabland sind attraktive Siedlungsräume deren soziale Infrastrukturen weiterbestehen und gestärkt werden. Kompatsch und Naturns zeigen sich ländlich urban mit einer ebenfalls hohen Wohn- und Lebensqualität für die ganze Familie. Als Wirtschaftsraum bietet Naturns attraktive Lagen für Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe sowie attraktive, siedlungsnahe Gewerbezonen, in welchen vor allem lokale Betriebe Entwicklungsmöglichkeiten vorfinden. Eine leichte Erreichbarkeit wird durch ein modernes Parkplatzmanagement gewährleistet. Die wirtschaftliche Entwicklung resultiert weiterhin organisch aus einem natürlichen, inneren Wachstum heraus.

Der Gemeinderat sieht sich auch in der Verantwortung, einen realistischen und zukunftsorientierten Zielwert für das Bevölkerungswachstum festzulegen, dabei wurde der Wert von 6.300 bis maximal 6.500 für die kommenden zehn Jahre als optimal erachtet. „Hier orientiert sich der Gemeinderat an der detaillierten Bevölkerungsprognose, welche von EURAC Research in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck im Zuge des Projektes Vision 2030+ speziell für Naturns erstellt wurde“, erklärt Bürgermeister Christanell. Entsprechend wurden auch die Siedlungsgrenzen festgelegt, denn es soll vor allem für junge Familien leistbarer Wohnraum zur Verfügung stehen. Unter Abzug der definierten mobilisierbaren Restbaukapazität und Leerstände resultiert ein Wohnraumbedarf von rund 31.621 m³ bzw. 1,6 Hektar bis 2035.

Der Gemeinderat beschäftigte sich auch eingehend mit den Anmerkungen und Einwände der Fachstellen und vor allem der Bürgerinnen und Bürger. „Von diesen gab es insgesamt sieben, welche wir alle ernst genommen haben und schließlich angemessen berücksichtigen konnten“, erläuterte Christanell.

Wenn in den kommenden Wochen auch die weiteren Gemeinderäte des so genannten funktionalen Gebietes von Partschins, Plaus, Naturns und Schnals ihre GEP-Entwürfe final genehmigen, sollte das gemeinsame Dokument das erste gemeindeübergreifende Planungsinstrument im Land sein, welches zu einem positiven Abschluss gelangt.

„Mit dem Gemeindeentwicklungsprogramm schaffen wir Planungs- und Rechtssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger, haben klare Ziele und transparente Vorgaben und können so schließlich effizienter und nachhaltiger arbeiten“, zieht Zeno Christanell eine positive Bilanz nach einem aufwendigen Prozess.

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Zuletzt aktualisiert: 15.10.2025, 14:36 Uhr

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